Nebenwirkungen von Amoxicillin bei Säuglingen

Amoxicillin gehört zu den meist verbreiteten Antibiotika, die zur Behandlung bakterieller Infektionen vorgesehen sind. Es ist unter verschiedenen Markennamen wie Amoxil, Dispermox, Trimox und in verschiedenen Formen wie Tabletten, Kapseln, Kautabletten, Pulver, Flüssigkeiten etc. verkauft. Amoxicillin wird häufig verwendet, um Ohrinfektionen, Lungenentzündungen, Bronchitis, Halsentzündungen, Mandeln, Kehlkopfentzündung, Hautinfektionen oder Harnwegsinfektionen bei Erwachsenen und Säuglingen zu behandeln.

Verwendung von Amoxicillin

Das Antibiotikum Amoxicillin gehört zur Klasse von Antibiotika mit der Bezeichnung Penicillin. Es tötet zwar nicht krankheitserregende Bakterien, aber verhindert die Bildung von Bakterienzellwänden, die sie umgeben. Diese Wände schützen die Bakterien vor der schädlichen Umgebung und sichern die Inhalte der Bakterienzelle. Für die Bakterien ist schwierig, ohne Zellwand zu überleben. Da dieses Antibiotikum die Bildung ihrer Zellwände verhindert, ist dadurch das Bakterienwachstum (Vermehrung von Bakterien) automatisch gesteuert. Die Bakterien wie H. influenzae, N. Gonorrhoe, E. coli, Pneumokokken, Streptokokken und bestimmten Stämme von Staphylokokken können nicht in Anwesenheit von Amoxicillin gedeihen. Amoxicillin ist auf Rezept erhältlich. Seine Dosierung hängt vom Alter des Patienten und der Art und Schwere der Infektion ab.

Nebenwirkungen von Amoxicillin bei Säuglingen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Amoxicillin bei Säuglingen sind Durchfall, Windeldermatitis, Mundsoor und Erbrechen. Da der Körper des Säuglings nicht zur Einnahme von Amoxicillin befähigt ist, wird die Verwendung von diesem Antibiotikum wahrscheinlich zu Verdauungsstörungen führen. Die Bauchkrämpfe, Magenkrämpfe, Schmerzen im Unterbauch etc. sind nur einige häufige Nebenwirkungen von Amoxicillin bei Säuglingen. Wenn die Kinder noch nicht sprechen können, sollen die Eltern oder Ärzte äußerst aufmerksam alle Symptome verfolgen. Aufgrund der Magenschmerzen kann das Kind nicht schlafen oder normal essen. Anhaltendes Schreien, Unruhe, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall sind öfters die Begleiterscheinungen. Manchmal kommt es zum Hautausschlag. Der Juckreiz kann sie unruhig machen. Die Eltern müssen den Anweisungen des Arztes hinsichtlich der Dosierung des Antibiotikums strikt folgen. Eine falsche Dosierung kann zu schweren Nebenwirkungen führen.

Bei Kindern sind Nebenwirkungen wie Schwindel, Sodbrennen, Schlafstörungen, Juckreiz, Verwirrung und Bauchschmerzen nicht leicht zu erkennen. Also, es muss um so mehr bei der Verabreichung von Medikamenten geachtet werden. Manche Kinder sind gegen Amoxicillin allergisch und das kann leichte bis schwere Nebenwirkungen geben. Hautausschläge, Prellungen bis hin zu Blutungen sind manchmal zu beobachten. Einige Nebenwirkungen können extrem sein und sogar fatal ausgehen. Wenn der Säugling Atemnot, Schluckbeschwerden, Schwellungen im Gesicht hat, sollten Eltern etc. umgehend den Arzt rufen.

Wenn der Säugling bereits Symptome von Asthma, Nesselsucht oder andere Allergien entwickelt hat, sollten die Eltern den Arzt darüber vor der Verabreichung dieses Antibiotikums informieren. Wenn ein Elternteil allergisch auf Cephalosporin oder Penicillin ist, sollte man dem Arzt darüber Bescheid sagen, bevor Amoxicillin für den Säugling verschrieben ist. Diese Art der Allergie kann erblich bedingt sein und diejenigen, die Allergie auf jegliche Form von Cephalosporin oder Penicillin haben, sind in der Regel auch auf Amoxicillin allergisch. Mit der richtigen Behandlung kann man Nebenwirkungen von Amoxicillin bei Säuglingen verhindern.

Zu einigen schweren Nebenwirkungen von Amoxicillin bei Kleinkindern gehören blasse Hautfarbe, Krampfanfälle, Blut in weichem Stuhl und ungewöhnliche blaue Flecken. Man sollte sich umgehend an den Arzt wenden, wenn eines der oben genannten Symptome festgestellt war.

Studien zeigen, dass Amoxicillin den Zahnschmelz an den Zähnen der Kinder zerstören kann. Dies führt zu einem erhöhten Risiko von Dentalfluorose. Diese Tatsache wird solange nicht notiert, bis sich die bleibenden Zähne nach dem Verlust der Milchzähne abgezeichnet haben.

Amoxicillin ist kostengünstig und sehr effektiv, aber es sollte mit der richtigen Aufmerksamkeit verabreicht werden. Es ist möglich, dass der Körper des Babys eine Resistenz gegen Amoxicillin aufbauen kann. In diesem Fall kann ein anderes oder mehrere potente Antibiotika erforderlich sein. Die Magenverstimmung ist eine sehr häufige Nebenwirkung von Amoxicillin. Die Eltern sollten dem Säugling viel Flüssigkeit geben. Dies wird  den Flüssigkeitsverlust wegen Durchfalls und Erbrechens ersetzen. Somit wird die Dehydrierung vermieden, die bei kranken Kleinkindern durchaus üblich ist. Viel Ruhe und Flüssigkeiten fördern schnelle Genesung. Die Eltern sollten keiner anderen Medikamente dem Säugling verabreichen, um Nebenwirkungen wie Durchfall zu kontrollieren.