Blutungen nach dem Pap-Abstrich

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Der Pap-Test oder Papanicolau Test ist ein routinemäßig alle 2-3 Jahre durchgeführter zytologischer Abstrich der Portio und der Cervix uteri innerhalb der gynäkologischen Untersuchung jeder Frau, die sexuell aktiv oder älter als 21 Jahre  ist. Den Test verwendet man, um Veränderungen in den Zellen des Gebärmutterhalses zu erkennen. Abnormalitäten in den Halszellen können auf die HPV Infektionen oder sogar den Gebärmutterhalskrebs hindeuten. Die Durchführung dieses Tests ist sehr zweckmäßig, weil er die Früherkennung und frühzeitige Behandlung ermöglicht und womöglich das Leben retten hilft. Dadurch können die Frauen erfahren, ob sie Gebärmutterhalskrebs haben oder ein Risiko seiner Entwicklung besteht. Obwohl dieser Test gesundheitsmäßig sicher ist und keine Nebenwirkungen hat, kann bei einigen Personen Krämpfe und Blutungen nach dem Pap-Test auftreten.

Ursachen für Blutungen nach dem Pap-Test

Der Arzt führt das Spekulum in die Vagina ein und benutzt einen Spatel, um zervikale Zellen zu entnehmen. Das Schaben bei Pap-Abstrich-Verfahren mag unbequem und für einige (wenn auch meist schmerzlos) schmerzhaft sein. Außerdem kommt es manchmal durchs Kratzen an der Zervix zu Reizungen. Leichte Blutungen oder Schmierblutungen nach dem Pap-Test können auch einen oder zwei Tage dauern, weil der Gebärmutterhals sehr empfindlich ist.

Neben dem Schaben können die zervikalen Polypen auch die Ursache für die Blutungen nach dem Pap-Test sein. Überschüssiges zervikales Blut ist ein weiterer Grund für die Blutungen.

Blutungen nach dem Pap-Test während der Schwangerschaft

Der Pap-Test wird auch bei schwangeren Frauen durchgeführt, sobald ihre Schwangerschaft bestätigt ist. Viele Geburtshelfer betrachten ihn als einen obligatorischen Teil der pränatalen Betreuung und führen ihn bei ihren Patientinnen in den vorgeburtlichen Wochen durch. Ein Pap-Test während der Schwangerschaft ist sicher und stellt keine Gefahr für den wachsenden Fötus hin. Er ist ein wichtiger Bestandteil der pränatalen Betreuung, weil neben der Erkennung vom Gebärmutterhalskrebs auch geprüft wird, ob sich gegebenenfalls Infektionen schädlich für das Baby erweisen können. Die Ergebnisse des Tests helfen dem Arzt, Infektionen zu erkennen und zu behandeln.

Was soll man mit Blutungen nach dem Pap-Test während der Schwangerschaft anfangen? Warum treten die Blutungen auf? Während der Schwangerschaft ist jeder Teil des reproduktiven Systems besonders empfindlich. Das bedeutet, dass wenn der Arzt die Zellen aus dem Gebärmutterhals für den Test entnimmt, ist Bluten vorprogrammiert. Selbst Frauen, die Blutungen nach den regelmäßigen Pap-Tests nicht hatten, bluten danach während der Schwangerschaft.

Ein abnormaler Pap-Test zeigt an, dass es irgendeine Art von Anomalien in den Zellen des Gebärmutterhalses präsent ist. Die Anomalien haben verschiedene Ursachen. Sie können durch die HPV-Infektion, den Gebärmutterhalskrebs oder einfach infolge eines Problems in der Endozervix und dem Endometrium entstehen. Der Arzt wird dann eine Behandlung empfehlen, bei der die abnormen Zellen im Gebärmutterhals während Schwangerschaft sicher entfernt werden können. Der Arzt kann auch raten, bis nach der Geburt abzuwarten, denn während der Wehen können die abnormalen Zellen ausgewaschen werden.

 

Die Blutungen nach dem Pap-Abstrich während der Schwangerschaft löst vielfalls eine Menge Panik aus, weil Schmierblutung auch eines der Anzeichen der Fehlgeburt ist. Also, wenn Sie schwanger sind und nach einem Pap-Abstrich-Test Schmierblutungen haben, gibt es keinen Grund zur Panik. Leichte Blutungen, die man vor allem während Abwischen der vaginalen Bereich spürt, sind nicht ungewöhnlich für Frauen. Wenn jedoch schwere Blutungen nach dem Pap-Abstrich kommen, soll man sie im Krankenhaus oder einer Arztpraxis kontrollieren lassen.