Behandlung von Knochenspornen in der Hüfte

Die medizinische Bezeichnung für Knochensporne ist Osteophyten. Sie können als ein knöcherner Vorsprung, der auf einem normalen Knochen wächst, beschrieben sein. Der Knochensporn ist vor allem an den Rändern des Knochens in verschiedenen Geweben von Gelenken zu beobachten. Dieses Knochengebilde in der Hüfte ist ein Zeichen der Degeneration in ihrer Struktur. Auch wenn die Größe eines Knochensporns recht klein ist, übt er eine Menge Druck auf die Nerven und Knochen in der näheren Umgebung aus. Dadurch erfährt der Patient einen stechenden Schmerz im Hüftgelenk, besonders während seiner Bewegungen. Der Schmerz führt oft zu einer Entzündung des Hüftgelenks, und es wird steif. Drehen und Biegen der Hüftmuskulatur wird zur Plage und man beginnt zu hinken.

Was sind die Ursachen der Knochensporne in der Hüfte?
Arthrose ist die Hauptursache für das Wachstum von Knochenspornen im Hüftgelenk. Diese Form der Arthritis wird durch Degeneration des weichen Knorpelgewebes im Hüftgelenk ausgelöst. Grundsätzlich bietet der Knorpel Schutz für die Knochen an ihrer Verbindung und verhindert, dass sie sich immer gegeneinander während der Bewegung der Hüfte reiben. Mit der Zeit verschleißt der Knorpel. Der Körper versucht, diese Schäden im Knochen mit Hilfe eines Knochenneubildung zu reparieren, die wir “Knochensporn” nennen. Ein ähnlicher Prozess erfolgt, wenn das Hüftgelenk bei einer traumatischen Verletzung beschädigt war. Die Kalkablagerungen in den Sehnen und Bändern des Hüftgelenks sind eine weitere Ursache für die Erkrankung.

Behandlung
Wenn Sie Ihrem Arzt wegen der Schmerzen im Hüftgelenk besuchen, werden Sie zuerst der körperlichen Untersuchung unterzogen. Dann entscheidet der Arzt über die Notwendigkeit einer Röntgen-, einer MRT- oder einer CT-Scanuntersuchung. Die Behandlungsweise für Hüftknochensporne hängt vom Zustand des Patienten ab. In der Regel werden für Patienten mit milder Symptomatik konservative Behandlungsmethoden angewendet. Allen Patienten mit dieser Erkrankung wird empfohlen, sich ausreichend Ruhezeit zu lassen. Das hängt damit zusammen, dass das Hüftgelenk praktisch das gesamte Körpergewicht trägt. Das Ruhen verhindert jegliche weitere Reizung im Hüftgelenk. Öfters werden nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente zur Schmerzlinderung verschrieben. Bei Anzeichen von Muskelkrämpfen werden auch Muskelrelaxantien verabreicht. Diese Arzneimittel kombiniert man mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Glucosamin, weil es bei Schmerzlinderung mitwirkt. Wenn der Schmerz stark ist und diese oralen Medikamente nicht ausreichend helfen, geben die Ärzte Kortisonspritzen direkt in das betroffene Hüftgelenk. Die Steifigkeit des Hüftgelenks kann man zu einem gewissen Grad mit physikalischer Therapie reduzieren.

Im schweren Fall der Knochensporne, bei dem die Beweglichkeit der Hüfte eingeschränkt und tägliche Aktivitäten des Patienten gestört sind, wird es operiert. Von dieser Option wird nur dann Gebrauch gemacht, wenn alle anderen Behandlungsmethoden nicht funktionierten. Die Ärzte erwägen meist eine Hüftoperation oder eine Hüftendoprothetik. In diesem Verfahren wird das gesamte bewegungsbehinderte Hüftgelenk mit einer prothetischen Vorrichtung ersetzt. Dieses Gerät lässt sich ohne weiteres in den Körper einbauen. Eine weitere chirurgische Methode Osteotomie besteht darin, dass eine neue Hüftgelenkpfanne in dem gesunden Teil des Knochens eingerichtet ist, in die der Hüftknochen eingebaut und von Metallstiften fixiert ist. Später, nach der Heilung, werden die Stifte entfernt. Nach der Operation werden ein Reha-Programm und die physikalische Therapie durchgeführt. Der Physiotherapeut hilft dem Patienten, Kraft und Beweglichkeit des Hüftgelenks zu entwickeln, so dass der laufen kann.

Die Behandlung von Knochenspornen in der Hüfte soll nie hinausgezögert werden, da es sonst unnötige Komplikationen geben kann. In der Tat kann eine Operation vermieden sein, wenn das Problem in dem Anfangsstadium aufgedeckt wird.