Eczema herpeticatum

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Lippenherpes oder Fieberbläschen treten in der Nähe vom Mund auf. Sie bleiben einige Tage lang und verschwinden von selbst. Diese Bläschen sind in der Regel durch Herpes-simplex-Virus Typ 1 verursacht. Eine weitere häufige Hauterkrankung ist das Ekzem. Ihre Merkmale sind Rötung, Juckreiz und Hautausschläge. Die Haut ist gereizt und in einigen Fällen bilden sich die Bläschen. Wenn sich diese beiden Hautkrankheiten zusammenschließen, entsteht Eczema herpeticatum. Das ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die sofortige medizinische Hilfe erfordert.

Was ist Eczema herpeticatum?
Das Ekzema herpeticatum ist eine seltene Hautkrankheit, die durch ein Zusammenwirken von zwei Viren entsteht. Das passiert, wenn der Herpes-simplex-Virus bei einer bereits bestehenden Hauterkrankung wie Ekzem angreift. Die Krankheit ist nicht alters- und geschlechtsspezifisch. Zuerst war sie von Kaposi im Jahre 1887 beschrieben und ist daher auch als Kaposi varicelliforme Eruption (KVE) bekannt. Andere Namen sind Kaposi-Juliusberg Dermatitis und Pustulose varioliformis akut.

Ursachen für Eczema herpeticatum
Das Ekzema herpeticum weist Symptome von atopischer Dermatitis auf. Wenn die Epidermis der Haut durch seborrhoische Dermatitis, Pemphigus, atopische Dermatitis etc. oder infolge von Verbrennungen der Haut, Hauttransplantation oder Sonnenbrand beschädigt ist, infiziert das Ekzema herpeticum Virus die Haut. Der Herpes-simplex-Virus 1 und 2 sind die häufigsten Viren, die diese Hauterkrankung hervorrufen. Andere Ursachen für Eczema herpeticatum sind Coxsackie- oder Vaccinia-Viren.

Symptome von Ekzema herpeticatum
Die meiste Zeit ist sich ein Patient nicht bewusst, dass er mit Herpes-simplex-Infektion lebt. Die Symptome von Ekzema herpeticum sind bei Menschen mit sehr geschwächtem Immunsystem zu beobachten. Die durch das Ekzema herpeticum betroffenen Organe sind in der Regel Augen, Lunge, Gehirn, Leber etc. Am ganzen Körper breiten sich schwere, schmerzhafte Entzündungen aus. Die ersten Symptome von Ekzema herpeticatum entwickeln sich innerhalb von 5 bis 12 Tage nach der Exposition des Herpes-Virus und manifestieren sich in kleinen Bläschen in Clusterform. Diese Bläschen nässen mit infizierter Flüssigkeit. Sie sind äußerst schmerzhaft und verursachen Fieber. Die Lymphknoten sind infolge der Infektion geschwollen.

Auf der durch Bläschen beschädigten Haut entwickelt sich die sekundäre bakterielle Infektion. Schüttelfrost und Übelkeit sind ebenfalls die Symptome von Ekzema herpeticatum. Innerhalb von 7 bis 10 Tage des Verlaufs von Ekzema herpeticatum tauchen neue Bläschen auf, wenn sich eine Infektion im Körper zu entwickeln beginnt. Sie werden durch Streptokokken oder Staphylokokken hervorgerufen. Da sich die Infektion ausbreitet, entstehen Läsionen, die mit Eiter gefüllt und krustig sind. Sie fangen an zu bluten, wenn mit einer Behandlung hinausgezögert wird.

Komplikationen bei Ekzema herpeticatum
Wenn man nicht sofort eine Behandlung  von Ekzema herpeticatum einleitet, kann es zu vielen schweren Komplikationen führen. Wenn sich diese Infektion bis in die Augen ausbreitet, kann die Vernarbung der Läsionen eine Erblindung verursachen. Wenn das Ekzems herpeticum zu einer systemischen Infektion ausartet, kann es zu einer Schädigung der inneren Organe führen. Diese Schäden können einen in einen lebensbedrohlichen Zustand versetzen. Die Infektion macht die Haut für die Staphylococcus aureus Infektion anfällig . Der Zustand des Patienten wird sehr ernst und die Behandlung äußerst schwierig sein.

Behandlung von Ekzema herpeticatum
Eine frühzeitige Diagnose von Ekzema herpeticum ist etwas schwierig, weil die ersten Symptome wie ein schlimmer Fall von Ekzem aussehen. Allerdings mit bestimmten Tests ist der Arzt imstande, die Erkrankung als Ekzema herpeticatum festzustellen. Danach soll die Einlieferung in das Krankenhaus erfolgen. Für die Behandlung wird der Arzt antivirale Medikamente wie Aciclovir und Valaciclovir verschreiben. Im Falle eines geschwächten Immunsystems kann Foscarnet benutzt werden. Bei einer sekundären bakteriellen Infektion sind Antibiotika anzuwenden.

Ist Ekzema herpeticatum ansteckend?
Das Ekzema herpeticum ist ansteckend. Die Patienten werden in Isolierstationen gehalten und mit antiviralen Medikamenten behandelt.

Wenn das Ekzema herpeticum diagnostiziert ist, darf man beim Juckreiz die Haut nicht kratzen, weil dies zu einer  sekundären bakteriellen Infektion führen wird. Das Haus sollte regelmäßig abgesaugt werden, um Staub und Milben zu entfernen. Baden soll man mit lauwarmem Wasser und nicht lange im Wasser bleiben. Die Verwendung von Chemikalien, Reinigungsmitteln, Seifen, Parfüm auf der Haut soll vermieden werden. Man nimmt alle Medikamente und befolgt die Vorsichtsmaßnahmen, die der Arzt verordnet hat.