Gerissene Ovarialzyste

Die Ovarialzyste ist ein gutartiger, flüssigkeitsgefüllter Tumor im Eierstock der Frauen, die in ihrem reproduktiven Alter sind. Die Eierstockzysten bilden sich in den Eierstöcken, wenn der Eisprung nicht richtig abläuft. Wenn sich das Ei aus dem Eierstock herauslöst, entsteht aus dem Follikel ein Gelbkörper. Doch wenn der Eisprung nicht stattgefunden ist, wächst der Follikel und wird zu einer Ovarialzyste. Die Ovarialzyste wegen fehlenden Eisprungs ist eine funktionelle Zyste, die nicht gesundheitsstörend ist und von alleine weggeht. Manchmal wird jedoch die Zyste so groß, dass sie die Wand der Eierstöcke schwächt und zerreißt. Die gerissene Ovarialzyste muss ernst genommen werden, weil sie zu verschiedenen Komplikationen führen kann.

Symptome der gerissenen Ovarialzyste
Normalerweise sind die Ovarialzysten asymptomatisch und daher erkennen die meisten Frauen das Problem nicht, bis es während einer gynäkologischen Untersuchung diagnostiziert ist. Allerdings können leichte Schmerzen selbst bei einer harmlosen Zyste auftreten. Eine gerissene Zyste ruft bestimmte Symptome hervor.

  • Heftige Schmerzen im Beckenbereich. Die Schmerzen bei einer rupturierten Ovarialzyste sind in der Regel andauernd.
  • Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr. Die Schmerzen entstehen auch während der Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten wie Bücken, Heben und sogar während Stuhlgangs.
  • Unregelmäßige Regelblutungen. Die Veränderungen in der Menstruation geschehen bei jeder Person unterschiedlich. Das kann sich in der Dauer der Periode und der Intensität der Regelblutungen, heftigen Schmerzen im Unterleib sowohl vor als auch während der Menstruation äußern.
  • Die gerissene Ovarialzyste verursacht Fieber, Schwäche, Erbrechen, Übelkeit, Ohnmacht, Schwindel etc. Niedriger Blutdruck ist ein weiteres Zeichen dafür, dass eine rupturierte Zyste vorliegt.

Komplikationen bei gerissener Ovarialzyste 
Eine gerissene Ovarialzyste zieht viele Komplikationen nach sich und kann ohne rechtzeitige Behandlung lebensgefährlich werden. Eine ernsthafte Komplikation nennt man Torsion, die die Blutzufuhr zu den Eierstöcken einschränkt, was zum Tod des Eierstockgewebes und zum Problem der dauerhaften Unfruchtbarkeit führt, weil die nachfolgende Vernarbung der Eierstöcke die Freisetzung der Eizelle verhindern kann.

Wenn die Zyste reißt, gelangt die Flüssigkeit in den Eierstock und manchmal in die Bauchhöhle. Im letzten Fall kommt es zu Peritonitis. Das ist eine Entzündung oder Infektion der Schleimhaut, die die Bauchhöhle und die Organe im Inneren umgibt.

Behandlung der gebrochenen Ovarialzyste
Obwohl die Komplikationen der gerissenen Ovarialzyste sehr gefährlich sind, erscheinen sie sehr selten. Eine gerissene Ovarialzyste bedeutet bei weitem nicht schwere Komplikationen. Jedoch ist eine schnelle Behandlung jedenfalls notwendig.

Für eine effektive Behandlung ist es wichtig, die Ursache der Ovarialzyste festzustellen. Die Atmung, Kreislauf und Atemwege werden untersucht. Antibiotika können verabreicht werden, ohne dass jegliche Art von Komplikationen infolge der gerissenen Zyste aufgetreten sind. Den Frauen vor der Menopause kann ein orales Kontrazeptivum gegeben werden, um den Eisprung während der Behandlung zu stoppen. Wenn der Zustand der Patientin stabil ist, kann der Arzt verschiedene Tests durchführen, um die Ursache des Problems zu erkennen. Eine Operation wäre vielleicht die einzige Lösung im Fall von schweren Komplikationen. Die Erholungszeit nach der Behandlung der gerissenen Ovarialzyste hängt von der Schwere der Erkrankung und auch der Art der Behandlung ab.