Progesteron als Ursache für Verzögerung der Periode

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Der menschliche Körper besteht aus verschiedenen spezialisierten Strukturen, die die Funktionen der Körperorgane gewährleisten. Zum Beispiel, kooperieren die weiblichen Fortpflanzungsorgane mit anderen Körperorganen, um den physiologischen Veränderungen während des reproduktiven Lebenszyklus gerecht zu werden. Sobald ein Mädchen die Pubertät erreicht hat, finden in seinem Körper zyklische Veränderungen bis zu den Wechseljahren statt. Die Pubertät bei Mädchen tritt in der Regel im Alter von 10 bis 14 Jahre ein. Das ist eine Phase, wo sich die Anzeichen von sexueller Entwicklung zeigen. Verschiedene physiologische, psychologische und emotionale Veränderungen währenddessen werden der Sekretion von Hormonen zugeschrieben. Die endokrinen Drüsen des menschlichen Körpers sondern verschiedene Arten von Hormonen, wie follikelstimulierendes Hormon, luteinisierende Hormone Östrogen und Progesteron, ab. Die letzteren sind die wichtigsten weiblichen Hormone, die den monatlichen Menstruationszyklus regeln. Die Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus treten dann auf, wenn das Gleichgewicht zwischen diesen Hormonen gestört ist. Zum Beispiel sind verzögerte Perioden häufig auf erhöhte Konzentrationen von Progesteron zurückzuführen.

Auswirkungen von Progesteron auf den Menstruationszyklus

Progesteron ist von entscheidender Bedeutung für die Funktion der weiblichen Fortpflanzungsorgane. Die Hormone sind Sekrete der endokrinen Drüsen, die als Katalysatoren wirken und spezifische Reaktionen in den Körperorganen und Geweben anregen. Progesteron sowie Östrogen werden von den Geschlechtsdrüsen Gonaden in den Eierstöcken produziert und führen die Absonderung der Eizellen herbei. Die Schwankungen des Hormonspiegels in verschiedenen Phasen des Menstruationszyklus sind beträchtlich. Normalerweise kann der monatliche Zyklus von 28 bis 35 Tage dauern. Die Menstruation, die den Beginn jedes Zyklus markiert, tritt als Folge der Senkung von Progesteron- sowie Östrogenwerten. Östrogen und Progesteron spielen eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung des Körpers zur Schwangerschaft. Sobald der Zyklus beginnt, regt das follikelstimulierendes Hormon die Eierstöcke an, Eier zu produzieren. Zu diesem Zeitpunkt steigt der Östrogenspiegel.

Luteinisierendes Hormon ist ein weiteres Hormon, das in der Mitte des Zyklus ausgeschüttet wird. Es stimuliert die Freisetzung der Eizelle. Während des Eisprungs bildet sich ein Gewebe in Form der Gelbkörper, das in der zweiten Hälfte des Monatszyklus kleine Mengen der Hormone Östrogen und zunehmend Progesteron produziert. Progesteron sorgt für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft. Aus diesem Grund ist es auch als Schwangerschaftshormon bezeichnet. Wenn die Befruchtung der Eizelle vom Spermium stattfinden soll, wird Progesteron in größeren Mengen für die Aufrechterhaltung der Gebärmutterschleimhaut abgesondert. Wenn das Ei und die Samenzellen unbefruchtet bleiben, beginnt der Östrogen- wie Progesteronspiegel zu sinken, wodurch sich die Gebärmutterschleimhaut loslöst. Das führt zu Regelblutungen.

Progesteron als Ursache der Periodenvezögerungen

Wie bereits erwähnt, spielt Progesteron eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des verdickten Endometriums. Wenn die Befruchtung der Eizelle und des Spermiums während des Menstruationszyklus erfolgte, behält der Progesteronspiegel hohe Werte bei. Der Rückgang des Progesteronspiegels ist die Ursache der Monatsblutungen. Während der Schwangerschaft ist ein hohes Maß an Progesteron vorhanden, ansonsten kann er in unterschiedlichen Mengen ausgeschüttet werden. Bei Frauen mit dem Progesteron-Mangel können die Ärzte die Verwendung von Progesteron-Nahrungsergänzungen, Cremes oder Zäpfchen empfehlen, um den Progesteron-Spiegel zu normalisieren.

Längere Verwendung von den Progesteron-Cremes oder Vaginalzäpfchen kann den Progesteronspiegel übermäßig erhöhen, was die Perioden verzögern wird. Daher soll man den Progesteronspiegel überwachen und die Dosierung nach eigenen Bedürfnissen vornehmen. Der erhöhte Progesteronspiegel kann auch Folge von bestimmten Erkrankungen sein. Der Gebärmutterkrebs und die Nebennierenhyperplasie sind Erkrankungen, die durch das Ungleichgewicht von Progesteron gekennzeichnet sind. Die Schwankungen im Progesteronspiegel treten auch in der Menopause auf. Das verzögert die Perioden und führt verschiedene Unregelmäßigkeiten bei der Menstruation herbei.