Ist häufiges Wasserlassen ein Zeichen von PMS?

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Häufiges Wasserlassen ist ein Symptom vieler Erkrankungen, von einer Harnwegsinfektion bis hin zu einer Verletzung des Rückenmarks oder der Parkinson-Krankheit. Im Fall von Frauen sind es öfters neben allen anderen möglichen physiologischen Ursachen bestimmte gynäkologische Beschwerden wie Menstruation, Menopause und Schwangerschaft. Häufiges Wasserlassen ist auch ein Anzeichen des prämenstruellen Syndroms (PMS).

Häufiges Wasserlassen als Symptom des PMS

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) kann bis zu zwei Wochen vor dem Einsetzen der Regelblutung beginnen und lässt meist mit Beginn der Regelblutung nach. Manchmal halten die Symptome noch länger an. Während dieser Zeit können die PMS-Symptome unterschiedlichster Art auftreten. Die Beschwerden können vom körperliche oder psychisch-emotionalen Charakter sein und in ihrer Stärke schwanken. Die PMS-Symptome sind zudem nicht bei jeder Frau gleich stark ausgeprägt und können sich von einem Mal zum anderen verändern. Die Lutealphase ist zweite Phase des Menstruationszyklus, in der nach erfolgtem Eisprung unter dem Einfluss des Gelbkörperhormons Progesteron die Gebärmutterschleimhaut in die Sekretionsphase übergeht. In dieser Phase wird die Schleimhaut aufgelockert und mit Nährstoffen angereichert, um für die Aufnahme einer befruchteten Eizelle vorbereitet zu sein. Hat keine Befruchtung erfolgt, gehen die Gelbkörper und Eizelle zugrunde und die Regelblutung tritt ein. Die Lutealphase, also die Zeit zwischen dem Eisprung und dem 28. Tag des Menstruationszyklus dauert ca. 14 Tage. Die weiblichen Sexualhormone im Körper regen die Absonderung anderer Hormone an, vor allem Serotonin und Endorphine beta. Das sind chemische Botenstoffe, die Stimmung, Verhalten und Emotionen regeln. Selbst geringfügige Abweichungen im Hormonspiegel können körperliche Symptome des PMS wie Blähungen, Überempfindlichkeit der Brust, Krämpfe und häufiges Wasserlassen auslösen. Also, häufiges Wasserlassen kann ziemlich sicher ein Zeichen des PMS sein. Allerdings ist es nicht so verbreitet wie Blähungen, Brustspannen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verstopfung, Bauchkrämpfe, Muskelschmerzen und zyklische Akne.

Häufiges Wasserlassen bei Frauen ist vor allem auf eine Harnwegsinfektion zurückzuführen. Ein weiterer Grund ist die Schwangerschaft. Andere Ursachen können Harninkontinenz, Beginn der Wechseljahre, Nervenverletzungen, Schwäche der Harnblasenmuskeln, Verletzungen oder Erkrankungen des Rückenmarks oder eines anderen Teils des zentralen Nervensystems, Diabetes, zu viel Koffein (wirkt als ein Diuretikum) sein.

Die Anfälligkeit der Frauen für bakterielle Infizierung (z. B. E. coli oder Staph) oder Pilzinfektionen (wie z. B. Candida), insbesondere im urogenitalen Bereich, steigt um Vielfaches während dieser 3-7 Tage gegenüber den restlichen Tagen. Umso wichtiger ist es, sich an strengen Hygieneregeln zu halten.