Kaliummangel und Haarausfall

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Für eine ordnungsgemäße Funktion der Körperzellen ist Kalium ein unverzichtbares Mineral. Wenn im Körper ein Mangel an Kalium entsteht, können die Zellen nicht mehr normal funktionieren, was zu vielen Nebenwirkungen einschließlich Haarausfalles führt. Nachfolgend werden die Zusammenhänge des Kaliummangels und Haarausfalls sowie einige wirksame Wege zur Überwindung dieses Missstandes im Körper betrachtet.

Haarausfall durch Kaliummangel

Die Forschungen legen offen, dass der Kaliummangel bei meisten Frauen durch einen Überschuss von Salz in der Nahrung hervorgerufen ist. Bei übermäßigem Salzkonsum sammelt sich Natrium um die Haarfollikel, versperrt dem Kalium den Weg in die Zellen und bewirkt dadurch den Haarausfall. Das ist zwar nicht der einzige Grund des Kaliummangels im Körper, jedoch einer der häufigsten.

Der Kaliummangel im Körper, der medizinisch als Hypokaliämie bekannt ist, kann zahlreiche Ursachen haben. Das könnte ein Mangel an Kalium in der Ernährung sein, öfteres Wasserlassen, das vermehrt Kalium aus dem Körper ausleitet, die Einnahme von Arzneimitteln, die den Kaliumgehalt im Körper reduzieren, und bestimmte Krankheiten, die mit verstärktem Stuhlgang begleitet sind. Diese Gründe, einzeln oder gemeinsam, bewirken den Kaliummangel und Haarausfall.

Behandlung von Haarausfall bei Kaliummangel

Die empfohlene Tagesdosis (RDI) von Kalium beträgt 4700 mg. Um den Körper mit der benötigten Menge an Kalium zu versorgen, sollen Nahrungsmittel, die reich an diesem Mineral sind, wie Bananen, mageres Fleisch, Reis, Aprikosen, Avocados, Datteln, gekochter Rosenkohl, Apfelsinen, Birnen, Rosinen, Pflaumen, Joghurt, Magermilch, gebackene Kartoffeln, Spinat, Erdnüsse und Bohnen Lima täglich verzehrt werden. Eine ausgewogene Ernährung, die den Körper mit der notwendigen Menge an Vitaminen, Mineralien, Kohlenhydraten, Proteinen ​​und Fetten versorgt, ist ebenso wichtig. Der Salzkonsum soll begrenzt werden, um die Kalium- Absorption von den Zellen zu fördern.

Einige Medikamente und Behandlungen beseitigen den Kaliummangel und verhindern somit den Haarausfall. Zunächst soll man Kaliumergänzungen benutzen, um den Gehalt von diesem Mineral im Körper zu erhöhen. Spezielle Cremes, die auf das Haar aufgetragen werden, lösen überschüssiges Natrium um die Haarfollikel auf, so dass Kalium in die Zellen gelangen kann. Eine der beliebtesten Cremes dafür ist Minoxidil 2%.

Spironolacton ist eine Wasserpille oder ein kaliumsparendes Diuretikum, die die Menge der Flüssigkeit im Körper reduziert, jedoch nicht zum Kaliumverlust führt. Dieses Medikament kann bei der Behandlung von Haarausfall wirksam sein, sofern es mit einer gesunden Ernährung kombiniert ist. Topische Medikamente müssen eine sehr lange Zeit angewendet werden, bis der Kaliumgehalt im Körper vollständig wiederhergestellt ist.

Der Kaliumgehalt kann alternativ mit der täglichen Aufnahme von einigen Teelöffel Apfelessig aufgebessert werden. Den Apfelessig verwendet man auch beim Kochen.

Der Haarausfall kann auch durch Mangel an vielen anderen Vitaminen und Mineralstoffen im Körper wie Vitamin C und Zink entstehen, so haben die Nahrungsmittel neben Kalium auch diese Inhaltsstoffe zu enthalten. Hinter dem Kaliummangel stehen eventuell Essstörungen, bestimmte Krankheiten oder Medikamente. Deshalb, bevor man behandelt wird oder Änderungen in der Ernährung vornimmt, soll man den Arzt diesbezüglich konsultieren.