Nebenwirkungen der Keratin-Haarbehandlung

Die Keratin-Haarkur ist weithin für das Glätten der Kräusel- und Lockenhaare bekannt. Sie ist als eine natürliche Methode der Haarglättung angesehen, weil da keine Chemikalien verwendet werden. Allerdings werden die Fallstricke dieser Behandlung deutlich, wenn man die Berichte von vielen unzufriedenen Kunden über zahlreiche Nebenwirkungen der Keratin-Behandlung durchliest.

Keratin-Haarbehandlung
Keratin ist ein natürliches Protein in den Haaren, Zähnen, Nägeln etc. Es verleiht den Haaren weiche, seidige, glänzende Textur. Ein Kraushaar hat nicht genügend natürliches Keratin, um glatte Textur aufweisen zu können. Die Keratin-Haarbehandlung zielt in erster Linie darauf ab, den Keratin-Gehalt in den Haaren aufzufüllen. Das Keratin dafür wird aus tierischen oder anderen natürlichen Quellen gewonnen. Während der Behandlung ist das Keratin- Produkt auf das Haar aufgetragen und das Haar wird nachfolgend heiß bügelt. Diese Haarglättungstechnik ist notwendig, um die Haarschuppenschicht mit Keratin abzudecken und die Feuchtigkeit im Haar zu verschließen. Das Produkt wird dann ausgespült.

Nebenwirkungen der Keratin-Haarbehandlung
Die Nebenwirkungen der Keratin-Haarbehandlung kommen erst nach der ersten Wäsche zum Vorschein, die in 72 Stunden nach der Behandlung empfohlen ist.

Krebserregendes Potenzial
Formaldehyd ist eine krebserregende Substanz und der Hauptbestandteil fast jedes Keratin-Haarbehandlungsprodukts. Selbst die berühmte brasilianische Keratin-Haarbehandlung kommt ohne Formaldehyd nicht aus. Obwohl die meisten Haarsalons spezielle Masken verwenden, so dass sich die Dämpfe von Formaldehyd verflüchtigen können, gelangen kleine Mengen von Formaldehyd doch in die Haut. Das Formaldehyd ist in ziemlich hohem Maße krebserregend. Allerdings gibt es einige formaldehydfreie Produkte, die jedoch nicht die gewünschten Ergebnisse erbringen, weil die Haarglättung eben auf Formaldehyd baut. So zeichnet sich die brasilianische Keratin-Haarbehandlung mit Nebenwirkungen, vor allem wegen Anwendung von Formaldehyd aus.

Übermäßiger Haarausfall
Das ist ein weiteres großes Problem, das von den meisten Kunden beanstandet wird. Der Haarausfall beginnt schon nach der ersten Haarwäsche, auch wenn dabei nur die empfohlenen Haarpflegeprodukte benutzt werden. Er ist mitunter so überwältigend, dass eine rasante Haarausdünnung innerhalb weniger Wochen nach der Behandlung beobachtet erfolgt. Der Hautarzt kann ein paar Tests verordnen, um andere Ursachen als Karotin-Behandlung auszuschließen.

Verschlechterung der Haarstruktur
Die Haare können vollen Glanz unmittelbar nach der Behandlung noch anbehalten und mithin nicht den Eindruck geben, dass es weiterhin so bleibt. In der Tat merkt man eine Verschlechterung der Haartextur innerhalb von 2-3 Wochen nach der Behandlung. Die Haare werden trocken, fade und durchwurstelt. Auch ist es wahrscheinlich, dass das Haar glatt auch nach zweimaligem Waschen bleibt.

Allergische Reaktionen
Genau wie jede andere kann auch diese Behandlung allergische Reaktionen bei einigen Leuten auslösen. Die Symptome sind Juckreiz, Hautausschlag etc., d. h., die typischen Symptome von Allergien. Aus diesem Grund sollte der Friseur zunächst ein entsprechendes Produkt für den Haartyp wählen und der Kunde soll deutlich erwähnen, falls eine Vorgeschichte von allergischen Reaktionen besteht.

Die Nebenwirkungen von Keratin-Haarbehandlung sind vielfältig und auch ziemlich ernst. Daher soll man es sich zweimal hinsichtlich dieser Prozedur überlegen.