Knochensporn an der Hand

Die Knochensporne (Osteophyten) sind eine Knochensubstanz, die sich entlang der Kanten der Knochen bilden kann. Solche knöchernen Vorsprünge entwickeln sich meist auf den Gelenken, sowie auch an Stellen, wo Bänder, Sehnen und Knochen aufeinander treffen. Obwohl sich solche Auswüchse auf jedem Knochen entwickeln können, kommen sie am meisten auf den Schultern, Händen, Knien, Hüften und Füßen und dem Rücken vor. Sie werden nicht immer mit Symptomen begleitet und können deshalb lange Zeit verborgen bleiben. Jedoch spürt man Schmerzen, wenn der Auswuchs sich gegen die umliegenden Knochen, Weichteile und Nerven reibt. Der betroffene Bereich kann dabei anschwellen. Ein Knochensporn an der Hand kann sich wie ein Knoten unter der Haut fühlen. Bestimmte Erkrankungen der Knochen und Gelenke machen einen für diese Erkrankung anfällig.

Ursachen

Die Bildung von Osteophyten ist im Grunde genommen eine Körperreaktion, die der Körper auslöst, wenn ein Knochen beschädigt oder von seinem Platz verschoben ist. Der Körper versucht, den Schaden durch die Bildung des zusätzlichen Knochengewebes in diesem Bereich auszugleichen. Dieses zusätzliche Knochengewebe verhärtet sich zu einem knöchernen Auswuchs an den Rändern des beschädigten Knochens. Wenn ein Knochen an der Hand wegen einer Verletzung beschädigt ist, kann sich da ein Auswuchs entwickeln. Er kann als ein Knoten unter der Haut aussehen und in jeder Stelle der Hand sein: auf der Handfläche, dem Finger oder dem Handgelenk je nach Stelle des beschädigten Knochens. Wie bereits erwähnt, kann die Erkrankung ohne Symptome verlaufen und über Jahre unentdeckt bleiben. Erst wenn der Auswuchs an einem Finger oder auf der Handfläche sich gegen einen benachbarten Knochen, ein Gewebe oder einen Nerven reibt, kommen Symptome wie Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Schwellungen auf.

Arthritis, die die Entzündung eines oder mehrerer Gelenke hervorruft, ist sicherlich ein erhöhtes Risiko der Entwicklung von knöchernen Auswüchsen in der Hand. Diese können als Folge von Verschleiß des Knorpels durch Trauma oder Stress an den Gelenken sein. Die posttraumatische Arthrose der Hand, anders gesagt, eine Entzündung der Gelenke, die sich aus einer Verletzung ergab, oder die altersbedingte degenerative Gelenkerkrankung sind Erkrankungen, die zu Entzündungen in den Gelenken der Hände oder Handgelenke führen. Die Steifheit, Schwellungen, Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke sind die häufigsten Symptome von Osteoarthritis. Die Arthrose der Hände unterstützt die Bildung der knöchernen Knötchen an den Gelenken. Solche knöchernen Vorsprünge an den Fingern können dieselben entstellen.

Behandlung

Wenn Sie knöcherne Auswüchse überall auf der Hand bemerken, ist es am besten, den Arzt zu konsultieren. Bei Schmerzen im Bereich der Handflächen, Handgelenke oder Finger soll ein Röntgenbild gemacht werden. Die Auswüchse entstehen meist durch Gelenkerkrankungen, die die medikamentöse Behandlung notwendig machen. Wenn die Ärzte keine Anzeichen von Gelenkentzündungen gefunden haben, werden Schmerzmittel oder nichtsteroidale Antirheumatika zur Linderung der Beschwerden verschrieben. Hilft das nicht, empfehlen die Ärzte in der Regel Kortikosteroid-Injektionen. Die auf dem entzündeten Bereich angelegten Eispackungen könnten auch eine gewisse Erleichterung bringen. Ein Heizkissen ist ein weiteres Mittel, das die Entzündungen reduzieren kann. Wenn der Patient an Muskelkrämpfen leidet, können Muskelrelaxantien verabreicht werden. Es ist äußerst wichtig, dass man sich ausreichend Ruhe gewährt. Die betroffene Hand soll auf keinen Fall belastet werden. Wenn alle Methoden nicht mehr helfen, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen jedoch nicht nachlassen, können die Ärzte dem Patienten die Operation bieten, um den Auswuchs zu entfernen.

Wenn Sie Schmerzen in der Hand und einen Knoten unter der Haut spüren, müssen Sie sich sofort an den Arzt wenden. Wenn die Tests das Vorhandensein von knöchernen Auswüchsen bestätigen, nehmen Sie die verordneten Medikamente ein und befolgen die Ratschläge Ihres Arztes.