Knochensporn in der Schulter

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Die Knochensporne, die auch als Osteophyten bekannt sind, stellen eigentlich Knochenneubildungen an den Rändern eines normalen Knochens dar. Sie werden am häufigsten in den Gelenken gefunden, wo ein Knochen mit einem anderen verbunden ist und auch dort, wo die Sehnen oder Bänder am Knochen befestigt sind. Diese Auswüchse am Knochen sind in der Regel durch den Verschleiß der Knochen, durch anhaltenden Druck, Stress und das Reiben eines Knochens gegen den anderen gebildet. Der Körper versucht den Schaden zu reparieren und baut zusätzliche Knochen an den Rändern der vorhandenen Knochen, was zu der Bildung der Knochensporne führt. In unserem Körper werden sie häufiger in der Wirbelsäule, den Füßen, Schultern, Händen und Hüften gefunden.

Ursachen der Knochenspornbildung
Die Knochensporne bilden sich vor allem in zwei Stellen, entweder im Schultergelenk oder da, wo die Sehnen in die Knochen hineinstrahlen. Für ihre Bildung sind einige Faktoren zuständig, unter denen Alterung und Arthrose die wichtigsten sind. Die Knochensporne können auch auf dem Gräteneck entstehen, der ein Teil des Schulterblattes ist. Der Knochensporn im Schulterblatt-Bereich kann manchmal sehr spitz sein. Die häufigsten Ursachen für den Knochensporn im Schultergelenk und in der Nähe des Schulterblattes sind degenerative Erkrankungen wie Arthritis und Arthrose, körperliche Traumata oder Verletzungen, sowie Erkrankungen der Wirbelsäule und Schulter.

Krankheiten wie Arthritis und Arthrose sind Ursachen für den Abbau des Knorpels, welcher die Enden der Knochen in einem Gelenk abdeckt. Als diese Schutzabdeckung wegen der Krankheiten, wie Osteoarthritis, verschließen ist, reiben sich die Knochen mehr gegeneinander, was zu der Bildung vom Knochensporn führt. Jede Art von Verletzung des Halses, der Schulter, des oberen Rückenbereich kann wie die Osteoarthritis auch zur Entwicklung des Knochensporns beitragen. Eine Erkrankung der Wirbelsäule, die als “diffuse idiopathische skelettale Hyperostose” bekannt ist, führt ebenfalls zur Bildung von Knochensporn in der Wirbelsäule, dem Schulter- und Nackenbereich. Ebenso wirken Schultererkrankungen, insbesondere Erkrankungen der Rotatorenmanschette, bei der Knochenspornbildung mit. Diese Erkrankungen werden hauptsächlich durch das Altern oder durch die permanente Betätigung der Schulter bedingt, was der Grund für die Prävalenz der Krankheit unter Athleten ist.

Symptome des Knochensporns
Die Knochensporne können längere Zeit keine Symptome zeigen, solange sie glatt sind, so dass viele Menschen keine Ahnung davon haben. Gelegentliche  Schmerzen und Schwellungen in Gelenken spürt man, wenn die Gelenke unter Belastung sind und die einen Knochen sich dann an andere Knochen oder angrenzende Geweben reiben. Außer der Schmerzen bringt das auch die Einschränkung der Bewegung vom jeweiligen Gelenk mit sich. Die Symptome unterscheiden sich stark je nach Lage eines Gelenkes im Körper. Die Knochensporne in der Schulter sind nicht nur schmerzhaft, sondern erschweren die Beweglichkeit des Arms. Manchmal kommt es zu Reibungen an der Rotatorenmanschette, die mit der Gruppe der die Schulter bewegenden Muskeln verbunden ist. Das Reiben verursacht Schwellungen und Entzündungen sowie Abreißen der Sehnen der Rotatorenmanschette. Das bedeutet eine Menge Schmerzen und Steifheit der betroffenen Sehnen.

Die Behandlung der Knochensporne
Nicht selten rufen die Knochensporen keine der oben genannten Probleme herbei, und so ist keine Behandlung erforderlich. Ihr Bestehen wird meistens bei einer Röntgen-Untersuchung für andere Zwecke zufällig festgestellt. Wenn die Knochensporne sich jedoch zeigen, kann man nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente, wenn von Ärzten verordnet, nehmen. Manchmal sind auch Kortikosteroid-Injektionen empfohlen, um Schmerzen und Entzündungen der Knochensporne zu lindern.

Gelegentlich verursachen einige Knochensporne eine gemeinsame Verriegelung. Dies geschieht, wenn der Knochensporn von seinem Knochen verdrängt ist und dann zwischen zwei Knochen hängen bleibt. Das schränkt normalerweise die Beweglichkeit des betreffenden Gelenkes und erfordert chirurgische Entfernung des Knochensporns. Der Eingriff kann in Form einer offenen Operation oder der Arthroskopie durchgeführt werden, wo die chirurgischen Instrumente durch einige kleine Einschnitte in diesen Bereich hereingebracht werden können.

Bei anhaltenden Schmerzen und erschwerter Armbeweglichkeit ist es ratsam, den Arzt zu besuchen und eine Röntgenaufnahme der Schulterknochen machen zu lassen. Ansonsten, wenn die Knochensporne sich gegen die Sehnen der Rotatorenmanschette reiben oder wenn sie sich von ihrem Knochen abgelöst haben, werden sie zu starken Schmerzen führen und die Beweglichkeit des Arms erschweren.