Metallischer Geschmack im Mund

Der medizinische Fachausdruck für metallischen Geschmack ist Dysgeusie, was einen sauren und metallischen Geschmack im Mund bedeutet. Das ist eine nicht sehr ernste Erkrankung im allgemeinen. Sie kann mehrere Ursachen haben. In der Regel entsteht ein permanent bitterer oder sauerer Geschmack im Mund durch bestimmte Krankheiten oder die Einnahme einiger Medikamente.

Ursachen für metallischen Geschmack im Mund
Schlechte Mundhygiene und zahnärztliche Erkrankungen sind die wichtigsten Ursachen. Die oralen Infektionen wie Zahnfleischentzündung, Parodontalerkrankungen (bakterielle Infektion, die das Zahnfleisch und den Knochen um die Zähne betrifft) und Zahnabszesse sind einige häufige Krankheiten der Mundhöhle im Zusammenhang mit metallischem Geschmack im Mund. Doch in vielen Fällen verschuldet es auch ein Zähneamalgam, vor allem ein Silber- und Quecksilberamalgam, wenn es mit bestimmten Stoffen im Mund reagiert. Gastritis ist eine weitere verbreitete Ursache für sauren Geschmack im Mund. Gastroösophagealer Reflux und die Gelbsucht können auch für bitteren Geschmack im Mund verantwortlich sein.

Bestimmte Medikamente wie Antibiotika, Antidepressiva, Bluthochdruck-Medikamente, Diabetes-Medikamente, pränatale Vitamine beeinflussen den Geschmackssinn im Mund. Manchmal bildet sich metallischer Geschmack aufgrund der Kupfer-Toxizität, Bleivergiftung, Quecksilbervergiftung und Überdosierung von Selen. Bei Frauen sind dafür hormonelle Schwankungen, vor allem Schwankungen des Östrogenspiegels bekannt. Chronischer Alkoholismus ist eine weitere Ursache. Zu den Auslösern gehören auch Magengeschwür, Hyperkalzämie, Nahrungsmittelallergie, Nierenerkrankungen, akutes Nierenversagen und Krebs.

Vorbeugung des metallischen Geschmacks im Mund
Um diese Erkrankung zu behandeln, soll man erst ihre Ursachen feststellen. Einige Ursachen wie Mundhöhlen- und Zahnerkrankungen sind leichter zu erkennen. Die Getränke, z. B. Säfte aus Zitrusfrüchten wie Orangen, Zitronen oder auch Limonade können helfen, diesen Geschmack durch die Stimulierung der Speichelabsonderung zu beseitigen. Backsoda neutralisiert Säuren und kann somit auch den sauren Geschmack im Mund ausspülen. Der Konsum von Lebensmitteln, die mariniert oder mit Essig zubereitet sind, wäre auch hilfreich.

Die richtige Mundhygiene ist bei einer Zahnerkrankung Pflicht. Die Zähne sollen zweimal täglich geputzt werden. Beim Zähneputzen ist die Zunge auch zu reinigen. Schlechter Atem und metallischer Geschmack im Mund wird durch das Wachstum von Bakterien in der Mundhöhle verursacht und der Zahnbelag und die Speisereste zwischen den Zähnen fördern ihre intensive Vermehrung. Die Mundspülung mit einem geeigneten Mundwasser oder das Ausspülen des Mundes mit einer Lösung aus Salz und Wasser können das Wachstum von Bakterien verhindern und die Mundhöhle frisch und frei von schlechtem Atem und metallischem Geschmack halten. Ebenso wichtig ist es, jede Art von Zahnerkrankungen rechtzeitig behandeln zu lassen.

Wenn metallischer Geschmack im Mund auch bei ausreichender Mundhygiene und Zahnpflege bleibt, soll man einen Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache herauszufinden. Manchmal kann es an schweren Erkrankungen wie Nierenversagen, Blei- und Quecksilbervergiftung und Krebs liegen.