Lebenserwartung bei metastasierendem Brustkrebs

998

Der Brustkrebs ist eine der meist verbreiteten Ursachen für Todesfälle weltweit. Er stellt das maligne Wachstum von Epithelzellen in den Milchkanälen (Röhre, durch die Milch abfliesst) und Milchläppchen (Milch erzeugende Drüsen) der Brust dar und befällt meistens die Frauen im Alter zwischen 45 und 55 Jahren.

Metastasierender Brustkrebs

Metastasierender Brustkrebs oder Brustkrebs im Stadium IV ist seine am weitesten fortgeschrittene Form. Die Metastasierung äußert sich dadurch, dass sich die Krebszellen vom ursprünglichen Tumor, d. h. vom Brustbereich, in verschiedene Teile des Körpers ausbreiten. Sie können durch das Lymphsystem und die Blutgefäße übertragen werden und sich in fast jedem Teil des Körpers verwurzeln. Die lokalen Metastasen erstrecken sich in der Regel auf die Bereiche rund um die Brust, während die Fernmetastasen bis in verschiedene Körperorgane wie Knochen, Lunge und der Leber gelangen können.

  • Knochenmetastasen: Hauptsächlich zwei Arten von Metastasen verschulden fast 25% des metastasierten Mammakarzinoms: osteolytische Metastasen und Osteoblasten. Osteolytischer Krebs wirkt sich auf den Zustand der Knochen aus, so dass sich in ihnen Löcher bilden, die die Knochen anfällig für Knochenbrüche und Frakturen machen. Osteoblastischer Krebs erhöht die Dichte der Knochen und zugleich das Risiko der Knochenbrüche. Beide Formen von Knochenkrebs verursachen Schmerzen.
  • Lungenmetastasen: Die Krebszellen wachsen in der Lunge und bewirken 60% bis 70% der Todesfälle.
  • Lebermetastasen: Sie treten in zwei Dritteln von Fällen des metastasierenden Brustkrebs auf, wenn sich die Krebszellen im Lebergewebe zu vermehren beginnen.

Symptome des metastasierten Mammakarzinoms

  • Juckreiz (Pruritus) um die Brustwarze
  • Entwicklung eines Knotens in der Brust und ein Brustgeschwür
  • Plötzliche Vergrößerung der reifen Brust
  • Kontinuierlicher Juckreiz an der Brusthaut
  • Änderungen in Farbe und Textur der Areola (dunkel pigmentierter Bereich um die Brustwarze)
  • Plötzliche Flüssigkeitsabsonderungen aus den Brustwarzen
  • Knochenbrüche und Knochenschmerzen
  • Lokale Schmerzen und Gewichtsverlust

Diagnose und Behandlung

Zur Bewertung des Krebsstadiums werden die Tests wie klinische Brustbiopsie und bestimmte bildgebende Untersuchungen wie Röntgen-Thorax, Mammographie (Röntgen-Film des weichen Gewebes der Brust), Knochenszintigraphie, CT, Scan- und MRI-Scan angeordnet.

Die Behandlung konzentriert sich hauptsächlich auf der Zerstörung der Krebszellen und der Begrenzung der Metastasen. Allerdings ist in diesem Stadium unmöglich, alle vorhandenen Krebszellen zu zerstören; die Behandlung von Brustkrebs kann lediglich die bestehenden Tumoren schrumpfen oder das Wachstum von Krebszellen verlangsamen. Sie umfasst Strahlen-, Hormon- und Chemotherapie für den ganzen Körper oder lokale Bereiche.

Prognose und Lebenserwartung

Die Prognose für Brustkrebs im Stadium IV hängt hauptsächlich von der Lage des Tumors, dem Ausmaß der Metastasierung, dem betroffenen Organ, dem Zeitraum zwischen der ersten Behandlung und dem Rückfall etc. ab. Die Statistiken zeigen, dass die Lebenserwartung von 2 bis 3 Jahre bei meisten Patientinnen, über 5 Jahre bei 25 bis 30% und über 10 Jahre bei 10% der Patientinnen beträgt.

Die Brustkrebs-Forschungen geben an, dass etwa 80% und ca. 88% der Frauen mit der 5-Jahre-Überlebensrate bei frühzeitiger Diagnose nach Ablauf dieser Frist noch 10 Jahre leben können. Die Lebenserwartung oder Überlebensraten sind mit der Entwicklung der Methoden der Früherkennung und Behandlung bedeutend gestiegen.