Progesteron-Zäpfchen

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  • Progesteron ist ein wichtiges Fortpflanzungshormon im Körper einer Frau. In einem natürlichen Zyklus wird Progesteron durch eine Struktur Corpus luteum abgesondert. Das ist eine Zystenstruktur am Eierstock, die sich bei der Freisetzung eines reifen Follikels bildet. Progesteron erhöht die Blutzufuhr zu der Gebärmutterschleimhaut, oder einem Endometrium. Als Ergebnis verdickt sie sich und sorgt für eine bessere Möglichkeit der Einnistung der befruchteten Eizelle. Progesteron ist sehr wichtig, um eine erfolgreiche Befruchtung zu erzielen. Bei Gelbkörperschwäche (Corpus-luteum-Insuffizienz) ist Progesteron nicht in ausreichenden Mengen produziert. Das kann ernsthaft die Chancen auf eine Schwangerschaft vermindern. In solchen Fällen sind oft Progesteron-Zäpfchen verschrieben.

Verwendung von Progesteron-Zäpfchen
Die Progesteron-Zäpfchen sind im Wesentlichen eine kleine Dosis von Progesteron in einer Fettsäure wie Kakaobutter. Wenn ein Progesteron-Zäpfchen in die Vagina eingeführt ist, schmilzt es und wird von der Gebärmutterschleimhaut absorbiert. Die Progesteron-Zäpfchen sind effektiver als die Pillen, weil sie nicht in Kontakt mit der Leber kommen und schließen somit jede Möglichkeit der metabolischen Nebenwirkungen aus. Außerdem werden sie direkt von der Gebärmutterschleimhaut absorbiert, so dass ihre Wechselwirkung mit anderen Organen umgangen wird. Da die Absorbierung in die Gebärmutterschleimhaut erfolgt, wird die Rolle des natürlichen Progesterons in ähnlicher Art und Weise imitiert. Bei Frauen mit dem dem polyzystischen Ovar-Syndrom hilft Progesteron, den Menstruationszyklus zu regulieren.

Verwendung von Progesteron-Zäpfchen
Die Behandlung mit den Progesteron-Zäpfchen beginnt 2 -3 Tage nach dem Eisprung und fährt fort, bis die Frau schwanger wird oder bis zu ihrem Menstruationszyklus. In Abwesenheit von erfolgreicher Befruchtung wird die verdickte Wand des Uterus menstruieren. Die Progesteron-Zäpfchen werden in die Scheide wie jedes andere Vaginalzäpfchen eingeführt. Im Falle von vaginalen Infektionen können sie in das Rektum gegeben werden. In beiden Fällen sollen sie so tief wie möglich eingeführt werden, um die Chancen einer besseren Absorption zu erhöhen.

Dosierung der Progesteron-Zäpfchen
Die Progesteron-Zäpfchen werden zweimal täglich eingenommen. Allerdings kann die genaue Dosierung für jede Frau unterschiedlich sein. Der Arzt oder reproduktiver Endokrinologe können vor der Entscheidung für eine Dosierung bestimmte Tests empfehlen.

Nebenwirkungen von Progesteron-Zäpfchen
Die vom Arzt verschriebenen Vaginalzäpfchen sind sehr sicher und verhelfen oft zur erfolgreichen und gesunden Schwangerschaft. In der Tat sind rund 77% der Frauen, die die Progesteron- Zäpfchen einnahmen, erfolgreich schwanger geworden. Allerdings waren einige Nebenwirkungen bei etwa 2 bis 12% Frauen gemeldet. Die Nebenwirkungen von der Progesteron-Einnahme sind Übelkeit, Kopfschmerzen, kalte Schauer, Blähungen, Sehstörungen, Schwindel, Brustspannen etc. Die Progesteron-Zäpfchen und Schmierblutungen bzw. Blutungen sind ebenfalls eng miteinander verbunden. Die Uterusblutungen, wenn auch selten, sind sicherlich eine Nebenwirkung von den Progesteron-Zäpfchen. Andere kleineren Nebenwirkungen sind vaginale Reizung und Unbehagen. Wenn diese Zäpfchen rektal eingeführt werden, können sie den Stuhlgang stimulieren. Die Progesteron-Zäpfchen sind während der Schwangerschaft streng verboten, weil sie schwere Missbildungen bei Babys verursachen können. Schwerwiegende Nebenwirkungen beinhalten das Risiko von Herzinfarkten, Blutgerinnseln und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.