Ursachen, Symptome und Behandlung von Scherpilzflechte

Scherpilzflechte
Die Scherpilzflechte ist eine ansteckende Pilzinfektion der Haut, Kopfhaut und Nägel. Man nennt sie auch “Tinea”. Sie sieht als ein rötlich bis bräunlich gefärbter und erhabener Bereich der Haut aus, der eine hellere Farbe in der Mitte hat und einem Ring ähnelt. Die Pilze siedeln sich auf dem toten Hautgewebe und auf Haaren oder Nägeln in der Hautnähe an. Sie ernähren sich von Keratin, das in der Haut, den Haaren und Nägeln enthalten ist, und vermehren sich, wenn die Haut feucht, warm und lichtgeschützt ist. Die meist verbreiteten Pilze sind Trichophyton rubrum, Trichophyton mentagrophytes und Microsporum canis. Wenn die Leiste infiziert ist, wird es als “Jock Juckreiz” bezeichnet. Im Fall einer Infektion an den Füßen spricht man von “Fußpilz”. Fast 20% der Bevölkerung sind von dieser Krankheit betroffen.

Symptome der Scherpilzflechte  

  • Die Scherpilzflechte erscheint auf der Haut als rote, erhabene, juckende und schuppende Hautfläche.
  • Kahle Stellen bilden sich auf der Kopfhaut oder im Bart.
  • Die Nägel verfärben und verdicken sich und können bröckeln.

Ursache für Scherpilzflechte
Die Scherpilzflechte entsteht, wenn sich der Pilz auf der Haut, Kopfhaut und den Nägel vermehrt. Er gedeiht in warmer und feuchter Umgebung. Stetige Nässe, z. B. beim Schwitzen, oder geringfügige Verletzungen der Haut, Kopfhaut oder Nägel erhöht das Risiko der Infizierung. Die Krankheit wird durch direkten Hautkontakt oder eine Berührung kontaminierter Gegenstände wie Kämme, Dusche oder Oberflächen des Schwimmbeckens oder ungewaschene Kleidung übertragen. Die Haustiere wie Katzen und Hunde sind Träger dieses Pilzes und der Kontakt mit ihnen kann auch zur Ansteckung führen. Die einen Menschen sind für die Scherpilzflechte anfälliger als die anderen. Bei Ekzemen oder anderen Hautproblemen ist die Schutzbarriere der äußeren Hautschicht geschwächt und weniger gegen die Infizierung beständig. Einige Mensche haben eine angeborene Veranlagung zur Scherpilzflechte und können darunter ihr ganzes Leben lang leiden.

Behandlung der Scherpilzflechte
Wirksame Anti-Pilz-Cremes wie Miconazol (Tinactin) oder Clotrimazol (Lotrimin) sind ohne Rezept erhältlich. Sie müssen auf der betroffene Stelle mindestens zweimal täglich binnen einiger Wochen aufgetragen werden, um die Erkrankung loszuwerden. Nachdem die Symptome verschwunden sind, muss die Behandlung eine weitere Woche fortgesetzt werden. Erst dann ist die Scherpilzflechte vollständig ausgeheilt.

Im Falle einer Scherpilzflechte der Nägel oder der Kopfhaut ist eine längere Anwendung von oralen Anti-Pilz-Medikamenten unerlässlich. Die infizierte Kopfhaut ist meistens für den Haarausfall verantwortlich, aus diesem Grund muss die Erkrankung aggressiv behandelt werden.

Wenn es nur eine oder zwei Läsionen sind, verschreibt man eines der folgenden Medikamente:

  • Imidazole – Ketoconazol, Econazol, Oxiconazol, sulconazole, Clotrimazol, Miconazol
  • Substituierte Pyridine – Ciclopiroxolamin
  • Naphthiomates – Tolnaftate
  • Allylamine – Naftifin, Terbinafin

Zur Linderung des Juckreizes wird ein topisches Kortikosteroid eingesetzt. Es soll niemals als eine einzige Behandlung verwendet werden. Bei tiefen Abszessen oder stark infizierten Bereichen wird die chirurgische Drainage angewendet.

Für Menschen mit schwachem Immunsystem oder mit nicht umfangreichen Infektionen werden nicht die topischen, sondern Anti-Pilz-Medikamente in Form von Pillen verschrieben. Einige Beispiele sind Fluconazol, Itraconazol, Terbinafin, Griseofulvin und Ketoconazol. Neue Scherpilzflechteinfektionen, die gegen orales Griseofulvin resistent sind, werden mit oralem Itraconazol oder Terbinafin behandelt. Die oralen Medikamente haben Nebenwirkungen wie Hautausschlag, Leberfunktionsstörungen und gastrointestinale Störungen. Der Einsatz von der Antazida-Therapie für Ulzera oder gastroösophageale Reflux-Krankheit beeinträchtigt die Absorption des oralen Medikamentes. Die orale Verabreichung von Warfarin verändert seine Effizienz, weil es ein gerinnungshemmendes Medikament ist.