(Schlaf)Myoklonus

Von den Einschlafzuckungen, auch Einschlafmyoklonien genannt, spricht man, wenn es während des Einschlafens zu Zuckungen des Körpers, teilweise in Verbindung mit anderen Auffälligkeiten geht. Die Einschlafzuckungen sind meistens harmlos und können im Laufe des Lebens ab und zu auftreten und wieder von selbst verschwinden. Die Myoklonien des Körpers zeigen sich in plötzlichen und kurzen Zuckungen der Gliedmaßen oder des Rumpfes (Fahn et. Al. 1986). Beim positiven Myoklonus entsteht die Bewegung durch eine aktive Muskelkontraktion, beim negativen Myoklonus (z. B. der Asterixis) durch eine Innervationspause während willkürlicher Muskelkontraktion. Bei visuellen Einschlafzuckungen nimmt der Einschlafende Lichtblitze wahr, die es nicht gibt. Erst wenn durch Einschlafzuckungen das Einschlafen erschwert oder oder nicht möglich wird, spricht man von einer Krankheit. Die Zuckungen können auch während des Schlafes auftreten.

Zuckungen im Schlaf
Die Zuckungen im Schlaf können Ein- und Durchschlafstörungen zur Folge haben, werden aber häufig von den Patienten selbst nicht wahrgenommen. Sie sind durch einfache, meist wiederkehrende Bewegungsmuster im Schlaf geprägt, die wiederholtes Wecken zur Folge haben und die Erholungsfunktion des Schlafes mindern. Bei dem Restless-Legs-Syndrom klagen die Patienten über quälende Missempfindungen der Unterschenkel, wodurch es zu Ein- und Durchschlafstörungen kommen kann. Öfters treten die Symptome beim Restless-Legs-Syndrom gegen Abend beim Liegen und manchmal auch in Ruhephasen während des Tages auf. Die Zuckungen betreffen Finger, Zehen, Lippen und Augen.

Ursachen für Zuckungen im Schlaf
Die Zuckungen im Schlaf sind keine Krankheit, sondern ein Symptom. Es tritt während des REM-Schlafs (Englisch Rapid Eye Movements) auf. Dieser Zustand wird durch äußere Reize wie Licht, Geräusch oder eine Bewegung ausgelöst.

Symptome für Zuckungen im Schlaf
Die Symptome sind durch schnelle Kontraktion und Entspannung der Muskeln gekennzeichnet. Neben den Zuckungen der Körperteile kann es zu visuellen, auditiven und sensorischen Einschlafzuckungen kommen. Die Zuckungen des Körpers äußern sich in plötzlichen und kurzen Zuckungen der Gliedmaßen oder des Rumpfes, die Myoklonien genannt werden. Bei visuellen Einschlafzuckungen nimmt der Einschlafende Lichtblitze wahr, die es nicht gibt. Bei auditiven Einschlafzuckungen hingegen hört der Einschlafende laute Geräusche, zum Beispiel einen Knall, welche ebenso wie die Lichtblitze nicht von anderen Menschen wahrgenommen werden können. Bei sensorischen Einschlafzuckungen hingegen verspürt der Einschlafende ein Gefühl des Fallens oder Stolperns. Die visuellen, auditiven und sensorischen Einschlafzuckungen können mit Zuckungen des Körpers begleitet werden.

Symptome für Zuckungen im Schlaf bei Kindern
Die Zuckungen im Schlaf können auf einen Myoklonus hindeuten. Die Flexion der Finger, Handgelenke, Ellbogen und manchmal Füße wird immer wieder beobachtet, während das Kind schläft. Das Symptom zeigt myoklonische oder infantile Spasmen an. Allerdings sind die Zuckungen im Schlaf in der Regel harmlos.

Gutartige neonatale Myoklonien
Coulter und Allen beschrieben zum ersten Mal gutartige Myoklonien bei Neugeborenen im Jahr 1982. Diese Störung wird häufig mit Anfällen bei Neugeborenen verwechselt. Die Symptome des (Schlaf)Myoklonus sind plötzliche Zuckungen der Extremitäten während des Schlafes. Bei der Entwicklung des zentralen Nervensystems vermindert sich ihre Manifestation.

Behandlung der Myoklonien
In den meisten Fällen ist keine Behandlung erforderlich. Dieser Zustand verursacht selten gesundheitliche Probleme und hat keinen Einfluss auf die Qualität des Schlafes. Die Zuckungen bei Kindern werden normalerweise in Bezug auf neurologische Erkrankungen geprüft. Bei dem benignen neonatalen Myoklonus ist keine medikamentöse Behandlung notwendig.