Schlechte Durchblutung in Händen und Füßen

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Der Zustand, bei dem das Blut die Hände und Füße nicht ausreichend versorgt, um die metabolischen Bedürfnisse zu erfüllen, nennt man einfach schlechte Durchblutung und medizinisch periphere vaskuläre Erkrankung. Die schlechte Durchblutung der Hände und Füße zeichnet sich durch folgende Symptome aus:

Symptome einer Kreislaufschwäche

  • Müde und schmerzende Hände und Füße
  • Krampfadern und Besenreiser
  • Kalte Hände und Füße
  • Schwellungen an den Beinen oder Füßen
  • Schmerzen im Unterschenkel
  • Geschwüre an den Füßen oder Beinen
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Schwindel bei schnellem Aufstehen
  • Brüchige Nägel
  • Sehstörungen
  • Fuß- und Wadenkrämpfe
  • Taubheitsgefühl in Händen und Füßen
  • Weiße Finger und Nägel
  • Zyanose (purpurrote kleinfleckige Kapillarblutungen oder Verdunkelung der Haut) – ein Zustand wegen Mangels an Sauerstoff.
  • Die Bildung der Blutgerinnsel in den Blutgefäßen, oder tiefe Venenthrombose

Ursachen der schlechten Durchblutung

  • Nicht ausreichende Blutzirkulation wegen der koronaren Herzerkrankung.
  • Einige Erkrankungen, die zu Durchblutungsstörungen führen.
  • Eine Krankheit, die die Blutzufuhr zu den Fingern und Zehen verhindert.
  • Schlechte Durchblutung kann auch ein Symptom vom Raynaud-Syndrom sein.
  • Alkohol verengt die Blutgefäße, vor allem im Winter, als sie bereits verengt sind.
  • Das Trinken der koffeinhaltigen Getränke verringert die Durchblutung.
  • Verletzung an den Armen und Beinen kann auch zu schlechter Durchblutung führen.
  • Schlechte Durchblutung der Hände und Füße kann ein Symptom der Nieren- und Lungenerkrankungen sein.
  • Patienten mit Diabetes, hohem Cholesterinspiegel, hohem Blutdruck und Übergewicht haben öfters schlechte Durchblutung im Körper.
  • Schlechte Durchblutung kann eine Nebenwirkung einiger Medikamente sein.

Natürliche Behandlung der schlechten Durchblutung

  • Massage der Hände und Füße mit verdünntem ätherischem Öl wie Lavendel- und Rosmarinöl.
  • Trinken Sie regelmäßig heißen Kräutertee, um die Blutzirkulation in Händen und Füßen zu verbessern. Für eine Tasse Tee nehmen Sie ½ Teelöffel Holunderblüten, Lindenblüten, Ingwer und Schafgarbe.
  • Reduzieren Sie die Einnahme der die Blutgefäße verengenden Substanzen wie Koffein, Alkohol und Nikotin.
  • Mäßige aber regelmäßige Übungen helfen auch bei der Behandlung der schlechten Durchblutung.
  • Versuchen Sie immer Ihre Hände und Füße in Wärme zu halten. Bewegen Sie die Zehen, wenn sie frieren.
  • Nehmen Sie Nahrung zu sich, die an Vitamine C und E reich ist. Sie steigern die Durchblutung im Körper. Sie können diese Vitamine als Tabletten oder in anderer Form einnehmen.
  • Erhöhen Sie den Konsum von Knoblauch. Knoblauch verhindert die Bildung von Plaque in den Gefäßen und fördert damit die Durchblutung.
  • Sie können für die oben erwähnte Wirkung auch Wassermelonen essen. Diese ist durch das Pigment Lycopin gewährleistet, das dem Wassermelone ihre rote Farbe verleiht.
  • Essen Sie Kürbisse oder Kürbiskerne. Sie fördern die Zirkulation des Blutes dadurch, daß  die Blutgerinnung verhindert wird.
  • Vermeiden Sie Kontakt mit kalten Gegenständen. Verwenden Sie zum Beispiel eine Zange, um Eiswürfel zu nehmen.
  • Vermeiden Sie das Tragen der eng anliegenden Schuhe.

Chronische Durchblutungsstörungen in Händen und Füßen sollen rechtzeitig behandelt werden, sonst führen sie zu Herzerkrankungen, Schlaganfällen und sogar Amputation. Wenn Sie eines der oben genannten Symptome der schlechten Durchblutung bemerkt haben, konsultieren Sie den Arzt. Der Arzt würde in die Familiengeschichte schauen, um den Zustand besser zu verstehen und eine wirksame Behandlung anordnen. Selbstverständlich müssen auch Sie notwendige Änderungen des Lebensstils akzeptieren. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Reduzierung des Alkoholkonsums sollten zur Priorität werden. Schutz vor Kälte ist auch ein Muss, um das Blut in Wallung zu halten.