Schulterschmerzen nach einer laparoskopischen Operation

Eine laparoskopische Operation wird durch kleine Einschnitte im Körper durchgeführt. Im Gegensatz zu herkömmlichen chirurgischen Verfahren werden bei dieser Operation nur kleine Schnitte in der Haut gemacht und dann die Operation vorgenommen. Diese moderne Operationstechnik ist heutzutage als minimal invasive Chirurgie (MIC) bekannt. Das dabei verwendete Laparoskop ist eine hoch entwickelte Technik, seine Linse ist an einen Farbmonitor angeschlossen. Die Bauchhöhle wird zunächst mit CO2-Gas gebläht und dann der Zustand des Nervus phrenicus kontrolliert.

Ursachen

Erklärung der OP-Methode
Folgende Schritte werden vor dem Schnitt durchgeführt. Das Abdomen wird mit Kohlendioxid-Gas aufgeblasen. Dadurch wird der Bereich unter der Bauchdecke vergrößert und eine bessere Sicht auf die Körperorgane gewährleistet. Das Laparoskop wird dann durch einen kleinen Schnitt (0,5-1,5 cm) eingeführt. Die Bauchhöhle ist mit Hilfe einer Xenon- oder Halogenlichtquelle am Ende des eingeführten faseroptischen Kabels beleuchtet.

Wie diese Schmerzen entstehen
Die Schulter ist mit dem Abdomen und anderen Organen des Körpers über den Nervus phrenikus verbunden. Der N. phrenicus entspringt aus den Wurzeln der Halswirbelsäule am an dem 3., 4. und 5. Halswirbel. Dieser Nerv verläuft weiter zu dem Herz, der Lunge und schließlich dem Bauch. Kohlendioxid neben seiner Aufgabe führt auf dem umgebenden Peritoneum zu erheblicher Irritation, neigt sich in den Bauch zu steigen und übt enormen Druck auf den Nervus phrenicus aus, was einen stechenden Schmerz in der Schulter und ihrer Umgebung bewirkt. Nachdem Gas abgeführt war, hält häufig die Reizung des N. phrenicus bei Patienten an, die sich in Brust- bzw. Schulterschmerzen äußert. Der Grund ist, dass das noch nicht ganz entwichene Gas den Druck auf das Zwerchfell ausübt und dadurch die Nervenreizung herbeiführt. Nach vollständigem Entweichen des Restgases erlischt die Symptomatik.

Der Grund für Schulterschmerzen nach einem laparoskopischen Magenbypass-Verfahren hat ähnlichen Charakter. Sie sind durch das Expandieren im Abdomen ausgelöst. Der Schmerz wird zunächst unter dem Bauch verspürt und dann bewegt er sich bis zur Schulter. Dann erlischt der Schmerz komplett, obwohl er in den meisten Fällen noch einige Monaten nach der Operation ab und zu auftreten kann.

Der andere Grund für die Schulterschmerzen nach einer laparoskopischen Operation kann die Anwendung der LAP-BAND-Technik sein. Bei dieser Operation erfolgt eine laparoskopische Plazierung eines steuerbaren Magenbandes mit dem Ziel, das Körpergewicht zu reduzieren. Das Band wird auf einem aufblasbaren inneren Ballon unterhalb der Speiseröhre befestigt. Die Patient fühlt die Sättigung nach der Einnahme kleiner Mahlzeiten. Obwohl sich die Technik effektiv erwiesen hat, sind Schulterschmerzen im Anfang des Kursus als Nebeneffekt hinzunehmen. Es kommt vor, weil das neue Magenfassvolumen zu geringfügigem Stretching-Problemen im Unterleib führt. Nach der Lap-Band Chirurgie entstehen Schmerzen im Brust-und Schulterbereich wegen der Bauchsschmerzen.

Umgang mit Schulterschmerzen

Schulterschmerzen sind in der Regel eine Nebenwirkung der laparoskopischen Chirurgie. Der Schmerz verschwindet allmählich im Laufe von 2 oder 3 Tagen. In dieser Zeit raten die Ärzte warme Getränke und Zitronentee zu trinken. Die Schmerzen können mit Ginger Ale, Pfefferminztee und Karottensaft gelindert werden. Werden die Schmerzen schlimmer, verschreiben die Ärzte Blähungspillen oder Schmerzmittel. Schulter-Übungen würden helfen, den Schmerz zu reduzieren.

Jetzt wissen Sie die Ursachen der Schulterschmerzen und sollen keinen Angst vor der laparoskopischen Chirurgie haben. Die Schmerzen werden sich nur ein paar Tage lang halten und verschwinden dann allmählich.