Steifer Nacken bei Kindern

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Wenn Sie einmal eine Verstauchung im Nacken oder einen steifen Nacken hatten, dann sind Ihnen entsprechende Beschwerden, Schmerzen und sich daraus resultierende Bewegungserschwernisse wohl bekannt. In meisten Fällen sind Faktoren, die zu einem steifen Nacken bei Erwachsenen und bei Kindern führen, gleich. Es bestehen jedoch altersbedingte Unterschiede und wir wollen in diesem Artikel Umstände erörtern, die zu dieser Erkrankung führen und Wege, wie Sie mit ihr fertig werden können.

Ursachen

Zwar gibt es mehrere Gründe, die zu steifem Nacken führen könnten, wenn es aber um Kinder geht, dann wäre höchstwahrscheinlich die Ursache Meningitis oder eine andere ähnliche Krankheit.

Meningitis und andere relevanten Krankheiten
Die allererste Sache, auf die zu prüfen wäre, wenn das Kind über steifen Nacken klagt, ist Meningitis. Diese Erkrankung entsteht, wenn die Meningenmembranen und die zerebrospinale Flüssigkeit (ZSF) entzündet sind. Sie stellen den Schutz des Rückenmarks und des Gehirns sicher. Meningitis kann durch eine bakterielle oder virale Infektion sowie durch die Gehirnchirurgie, Krebs oder andere Krankheiten wie Tuberkulose verursacht werden. Die Symptome sind hohes Fieber, chronische und schwere Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, erhöhte Empfindlichkeit gegen Licht und eine Genickstarre, die bei steifem Nacken eindeutig auf die Hirnhautentzündung hinweisen.

Neben Meningitis gibt es andere Krankheiten, bei denen die Steifheit im Nacken eines der wichtigsten Symptome ist. Dazu zählen Meningokokken-Erkrankungen, Grippe, Pankreatitis, Krebs, rheumatoider Arthritis und Fibromyalgie. Daher ist es empfohlen, dass man sich bei dem Symptom des steifen Nackens so schnell wie möglich untersuchen lässt.

Verletzung oder Trauma
Während ein steifer Nacken als Symptom der meist wahrscheinlichen oben erwähnten Erkrankungen rangiert, gibt es sicherlich auch andere Ursachen. Die häufigste davon ist eine Verletzung oder ein Trauma an dem Hals. Es kann die Folge eines Sturzes oder eines direkten Schlages auf den Hals sein, was die Verspannung der Muskeln im Nacken herbeiführt. Neben dem steifen Nacken sind andere Symptome wie Schmerzen in den Armen und Schultern nicht auszuschließen.

Falsche Körperhaltung
Falsche Körperhaltung beim Sitzen oder Schlafen kann die Halsbänder dermaßen belasten, dass die Steifheit im Nacken eintritt. Sitzt man mit dem auf die Hände gestützten Kinn eine längere Zeit, schläft man auf einem Kissen, das nicht ganz gut Ihren Kopf stützt und usw., sind alles mögliche Gründe, die zum steifen Nacken führen.

Symptome

■ Nackenschmerzen, die so schwerwiegend sein, dass es dem Kind schwer fällt, seinen Kopf zu beugen, um auf den Boden schauen zu können.
■ Schwellung der Lymphknoten (im Falle einer Infektion im Hals)
■ Erschwerte Bewegungen der Halswirbelsäule
■ Schmerzen beim Essen
■ Chronische und schwere Wellen von Schmerzen in den Schultern und Oberarmen
■ Fieber, erhöhte Lichtempfindlichkeit, Erbrechen (im Fall von Meningitis)
■ Schmerzen im Unterleib und Übelkeit (im Falle von Pankreatitis)
■ Muskelkrämpfe
■ Geschwollene Backen
■ Taubheitsgefühl im Halsbereich

Maßnahmen

 Merkmale schwerer Krankheiten
Wenn ein Kind über steifen Hals klagt, so kann das, wie wir schon aus dem früheren Abschnitt des Artikels über die möglichen Gründe des Leidens wissen, eine Reihe von Gründen haben. Als allererste hier gilt den Arzt aufzusuchen, um von vorneweg Meningitis oder andere ähnlichen Krankheiten zu bestätigen oder zu verwerfen. Nach der Untersuchung wird der Arzt erforderliche Formen der Behandlung je nach Schwere und Symptomen der Krankheit bestimmen.

Übungen und Massage
Die körperlichen Symptome, die durch Übungen und Dehnungen behandelt werden können. Natürlich darf das nur mit der Beratung oder Zustimmung  des Arztes geschehen, um jegliche Komplikation auszuschließen. Spezielle Massagen unter Verwendung von bestimmten Ölen wären auch eine gute Idee, was wiederum erst nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen darf.

Medikation
Es können bestimmte Schmerzmittel und Muskelrelaxantien zum Einsatz kommen. Die Wahl von Medikamenten hängt vom Alter des Kindes ab. Wärme- und Kältetherapien sind durchaus zulässige Verfahren. Ratsam wäre die Anwendung muskelentspannender Salben.

Unabhängig von den gewählten Maßnahmen müssen Sie immer sicherstellen, dass Ihr Kind eine korrekte Körperhaltung im Sitzen und Schlafen beibehält.