Urticaria-Vasculitis

Aus bestimmten Gründen können die Zellen des Immunsystems entzündliche Substanzen in den Körper absondern. Zu ihnen gehört Histamin. Histamin löst über die H1-Rezeptoren an den Blutgefäßen ihre Erweiterung und eine Vergrößerung der Gewebeschwellungen aus. Infolge der Gefäßerweiterung kommt es zur Senkung des arteriellen Blutdruckes und zu erhöhter Bildung von Adrenalin. Die Gefäßerweiterung führt ebenfalls zur Bildung von Ödemen der Haut und Schleimhaut. Die typischen Veränderungen der Haut durch Histamin sind Schwellungen (Blasen, Quaddeln), Rötungen und Juckreiz. Auch bei der Migräne oder anderen Kopfschmerzen kann die gefäßerweiternde Wirkung von Histamin eine Rolle spielen. In den meisten Fällen ist der Zustand als idiopathisch zu bezeichnen, d. h., ohne eine fassbare Ursache. Allerdings stellen die Ärzte diese Krankheit mit bestimmten Erkrankungen des Immunsystems in Verbindung. Diese Störungen können Immunglobulin-Erkrankungen, Leukämie, Sjörgen-Syndrom und Lupus erythematodes sein.

Bestimmte Viruserkrankungen können den Beginn der Urtikaria-Vaskulitis bei Kindern und Erwachsenen auslösen. Das sind Hepatitis B, C und infektiöse Mononukleose. Die genaue Ursache der hypokomplementämischen urtikariellen Vaskulitis ist unbekannt. Die HUVS ist in bis zu 50% der Fälle mit Lupus erythematodes (LE) assoziiert.

Symptome der Urticaria-Vasculitis

Hautrötung, Schmerzen und Juckreiz sind die bekanntesten und ersten Symptome der Urtikaria-Vaskulitis. Die schmerzhaften Hautläsionen zeigen bei der Diaskopie meist einen zentralen roten Fleck. Das Vorhandensein von kleinen Flecken von Blut unter der Haut ist auch ein Symptom der Urtikaria-Vaskulitis. Da es bei der leukozytoklastischen Vaskulitis zum Austritt von Erythrozyten aus dem Gefäßsystem kommt, bleibt nach der Rückbildung der urtikariellen Läsion häufig eine Hyperpigmentierung zurück. Im Gegensatz dazu bildet sich das Exanthem einer akuten oder chronischen Urtikaria innerhalb von 24 Stunden vollständig zurück.

Manche Menschen können neben den oben genannten Beschwerden auch unter anderen Symptomen leiden, wie Fieber, Gelenkschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Bauchschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Atemprobleme. Seltene Störungen im Zusammenhang mit Nieren- und Lungenerkrankungen können sich auch zeigen.

Behandlung der Urticaria-Vasculitis

Die Heilung der Erkrankung verläuft langsam auch bei einer guten Prognose. Sie kann Monate, ein Jahr oder länger dauern. Die Erkrankung ist meistens nicht tödlich, ausgenommen die Fälle der Erkrankungen von Nieren oder Lunge oder von beiden. Manchmal nimmt die Erkrankung eine chronische Form an. Die Behandlung wird aufgrund des Zustandes der Läsionen bestimmt. Also, wenn die Läsionen schmerzhaft, brennend oder juckend sind, wird die Behandlung dementsprechend gestaltet. Leichte bis moderate Fälle von Urtikaria-Vaskulitis werden mit Medikamenten wie Antihistaminika und nichtsteroidale Antirheumatika behandelt. Schwere oder komplizierte Fälle, die mit einer Dysfunktion der Körperorgane zusammenhängen, können kurz bis mittelfristig mit Hilfe von Kortikosteroiden behandelt werden, um die Entzündung zu unterdrücken.