Verstauchte Zehe

Die verstauchte Zehe ist eine häufige Form der Fußverletzung. Wer Fußball, Basketball, Rugby spielt, ist einem höheren Risiko der verstauchten Zehe ausgesetzt. Die Läufer können sich eine Zehe verstauchen, wenn sie z. B. mitten im Laufen stoppen. Dabei verklemmen die Zehen in den Schuhen. Ebenso kann ein ungeschicktes Springen mit dem gleichen Problem enden. Andere können es sich beim Laufen auf unebenem Boden zuziehen oder wenn die Zeh gegen eine harte Oberfläche stößt.

Symptome

Die Symptome der verstauchten Zehe sind Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Schwellungen im umliegenden Bereich. Manchmal können die Blutergüsse in der Zehe auftreten. Grundsätzlich kommt es zu einer Verstauchung, wenn ein entsprechendes Band der Zehe beschädigt ist. Die Schäden der Bänder der Zehe kann man in drei verschiedene Klassen einteilen.

Die erste Klasse vereint die Fälle von Mikrorissen des Bandes. Das typische Merkmal dieses Schmerzes ist, dass er nicht ständig ist, sondern kommt und geht. Als Ergebnis kann der Betroffene ohne große Schwierigkeiten laufen. Die zweite Klasse präsentiert einen Bandriss, bei dem die Symptome moderat sind und der Patient den Schmerz fühlt, während er die Zehe bewegt. Die dritte Klasse ist eine schwere Form der Verstauchung, wo das Band komplett gerissen ist und die Symptome schwerer sind. Sie haben in diesem Fall sehr viel Ähnlichkeit mit Ermüdungsbruchsymptomen.

Behandlung

Das erste, was Sie bei der Fußverstauchung machen sollen, ist dem verletzten Bereich genügend Ruhe zu gönnen. Die Anwendung von Eis hat eine beruhigende und abschwellende Wirkung auf Schmerzen und Schwellungen. Jedoch soll man Eis nicht direkt auf die verletzte Zehe legen, sondern die Eiswürfel in einen Plastikbeutel tun, ihn mit dem Handtuch wickeln und erst dann auf den Zehen auflegen. Das soll man 4-5 mal täglich die ersten drei Tage nach der Verletzung durchführen. Die Kompresse einer Zehe zu machen ist etwas umständlich. Allerdings, wenn die große Zehe verletzt ist, können Sie einen Kompressionsverband anlegen und dann den gleichen Verband um den gesamten Vorfuß wickeln. Der verletzte Fuß sollte immer in einer erhöhten Position die ersten zwei Tage liegen. Dadurch ist die Blutzufuhr in den Bereich reduziert und die Schwellung gelindert. Wenn der Schmerz unablässig stört, nehmen Sie rezeptfreie Schmerzmittel zur Schmerzlinderung.

Rehabilitation

Die Dauer der Heilung ist von der Schwere der Verletzung abhängig. Man kann sich von einer geringfügigen Verstauchung innerhalb von einem oder zwei Tagen erholen, wenn sie richtig behandelt wird. Bei einer ernsten Verstauchung dauert es eine Woche bis zehn Tage. Wenn die Verstauchung akut ist und die umliegenden Bereiche der Zehe stark in Mitleidenschaft gezogen sind, kann die Reha-Zeit noch länger sein, möglicherweise ein paar Wochen oder sogar Monate. Das Hauptziel der Rehabilitation ist, dem Patienten zu helfen, normale Aktivitäten wieder aufzunehmen, ohne dass dabei ein Schaden der Zehe entsteht.

Sobald der Schmerz und die Schwellung zurückgegangen sind, werden die Übungen für die Stärkung und Flexibilität der Zehe ausgeführt. Sie helfen, das volle Bewegungsvermögen der Zehen wieder zu erlangen. Einige Übungen sollen in Biegen und Strecken der Zehen bestehen. Um diese Übungen auszuführen, braucht man besondere Schuhe mit Schutzkappe und steifer Sohle, sowie mit breiter Spitze, die das Verklemmen der Zehen verhindert. Es ist immer ratsam, die Übungen unter der Aufsicht eines Physiotherapeuten zu tun.

Wenn die Zehe trotz all der Behandlungsmaßnahmen nicht heilt, dann liegt das Problem wahrscheinlich in einem Bruch der Zehe. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, der eine Röntgenaufnahme zur Diagnosestellung anordnen wird. Bei Bruch wird die Zehe geschient, um sie in einem stabilen Zustand zu halten. Eine verstauchte Zeh sollte niemals ignoriert werden, weil sie zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen in der Zukunft führen kann, und zwar zu Fußdeformität, chronischen Schmerzen in dem Knöchel, den Hüft-und Kniegelenken oder auch zu Arthritis.